Letzte Woche wurden nicht identifizierte Drohnen über den Flughäfen von Kopenhagen und Oslo gesichtet. Flüge wurden eingestellt, Radarprogramme gingen in den Alarmmodus und Behörden sprachen von einem möglichen „hybriden Konflikt“-Element hinter den Angriffen.
In diesem Artikel betrachten wir Folgendes:
- Was ist genau passiert?
- Sind solche Störungen in Zaventem oder Schiphol möglich?
- Welche Risiken bringt dies mit sich?
- Welche Mittel können Flughäfen einsetzen, um sich dagegen zu wappnen?
Was ist kürzlich mit Drohnen über Flughäfen passiert?
Dramatische nächtliche Störungen
Zwischen dem 22. und 28. September 2025 wurden in Dänemark mehrere Flughäfen vorübergehend geschlossen oder eingeschränkt betrieben, da Drohnen im kontrollierten Luftraum flogen.
- Der Flughafen Kopenhagen wurde für mehrere Stunden stillgelegt, nachdem mehrere Drohnen wiederholt im Luftraum beobachtet wurden.
- Aalborg und andere Flughäfen in Jütland meldeten Drohnenaktivitäten und mussten Flüge verschieben oder umleiten.
- Die dänischen Behörden beschrieben diese Beobachtungen als Teil eines möglichen hybriden Angriffs: mit dem Ziel zu stören, einzuschüchtern und die Bereitschaft zu testen.
In Kombination mit jüngsten Cyberangriffen auf europäische Flughäfen entsteht das Bild koordinierter, multidimensionaler Bedrohungen. Behörden sehen vor allem die Russen als potenzielle Täter.

Kann dies auch in Zaventem oder Schiphol passieren?
Vergleichbare Verwundbarkeit
Die einfache Antwort? Ja, auch Zaventem und Schiphol sind verwundbar. Schiphol meldet jährlich zehntausende unbekannte Flugbewegungen innerhalb seiner Kontrollzone, und in Belgien gilt das Gleiche für den Luftraum um Zaventem.
Da der Luftraum offen ist und Drohnen relativ einfach einsetzbar sind, ist ein Vorfall vergleichbar mit Dänemark hier nicht auszuschließen. Rechtliche Vorschriften erschweren es zudem, Drohnen in zivilen Gebieten aktiv abzuschießen.
Welche Risiken sind damit verbunden?
Sicherheitsrisiken
- Kollisionen: eine Drohne in einem Triebwerk kann zu schweren Schäden führen.
- Störung des Luftverkehrs: plötzliche Erscheinungen sorgen für Chaos in Kommunikation und Koordination.
- Strategische Bedrohung: Drohnen können als Instrument in hybrider Kriegsführung eingesetzt werden.
Betriebliche Auswirkungen
- Flüge müssen umgeleitet oder storniert werden
- Reputationsschaden für den Flughafen und Fluggesellschaften
- Höhere Kosten durch Verspätungen, Treibstoff und Entschädigungen
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Was können Flughäfen und Behörden tun?
Erkennung & Überwachung
- Radar, HF-Erkennung, akustische Sensoren und optische Kameras
- KI-Systeme, die Vögel und Drohnen unterscheiden können
- Zusammenarbeit zwischen Flughäfen, Flugsicherung und Verteidigung
Für Notsituationen kann redundante Kommunikation entscheidend sein. Alternative Netzwerke, wie Mesh-Netzwerke, ermöglichen es, betriebsfähig zu bleiben, wenn konventionelle Verbindungen ausfallen.
Neutralisierungstechniken
- Jamming und Spoofing von Signalen
- Abfangdrohnen oder Netzgewehre
- Neue Technologien wie Laser oder Mikrowellen
🔧 Dies zeigt die Verwundbarkeit moderner Infrastruktur. In diesem Licht ist es sinnvoll, sich mit umfassenderen Fragen zu befassen: Was ist, wenn Internet und klassische Kommunikation nicht mehr funktionieren?
Organisation & Gesellschaft
- Ausgearbeitete Krisenszenarien und Trainings
- Ein klarer rechtlicher Rahmen für schnelle Eingriffe
- Zusammenarbeit auf EU-Ebene, wie die Idee einer gemeinsamen „Drohnenmauer“
Im weiteren Sinne kann auch die Gesellschaft selbst zur Widerstandsfähigkeit beitragen. Der Aufbau von Freiwilligenkorps zeigt, dass Bürger eine Rolle in Sicherheitsstrukturen spielen können.
Fazit
Die jüngsten Drohnenangriffe über europäischen Flughäfen sind ein Signal dafür, dass Flughäfen anfällig für neue Formen der Störung sind. Auch Zaventem und Schiphol können hiergegen nicht immun sein.
Die Lösung liegt in einer Kombination aus Technologie, Organisation und gesellschaftlicher Widerstandsfähigkeit. Von Multilayer-Erkennung bis hin zu alternativen Kommunikationsmethoden und Bürgerinitiativen – es geht darum, dass kritische Infrastruktur auch in Zeiten der Störung funktionsfähig bleibt.







