Während der trockenen und warmen Monate steigt das Risiko von Waldbränden. Unter trockenen Bedingungen kann ein einziger falscher Funke einen gefährlichen Brand verursachen. Wenn Sie dennoch ein Feuer machen müssen, müssen Sie dies auf sichere Weise tun. In diesem Artikel bespreche ich 6 Möglichkeiten, wie Sie das tun können.
Im März gab es einen schweren Waldbrand im Naturschutzgebiet in Zeeuws-Vlaanderen. Da die schnellste Route zu den Wäldern von Belgien aus führt, kam die belgische Feuerwehr zuerst zum Löschen. Etwa 2 Hektar Natur im niederländischen Teil der Clingse-Wälder wurden zerstört, die Ursache ist noch unbekannt.
Auf der Mechelse Heide brannten Ende Mai 2025 75 Hektar Naturschutzgebiet ab. In kurzer Zeit entstand ein Flammenmeer. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich in diesem Fall um Brandstiftung, aber dieser Brand beweist einmal mehr, dass man unter trockenen Bedingungen sicher mit Feuer umgehen muss.

Vorbereitung
Wählen Sie einen guten Standort
Der Ort, an dem Sie Ihr Feuer machen, ist sehr wichtig. Suchen Sie einen offenen Bereich von mindestens 4 Metern Durchmesser, frei von überhängenden Ästen, trockenen Blättern oder Gras. Ein felsiger oder steiniger Untergrund oder blanke Erde funktionieren am besten. Vermeiden Sie Hohlräume, in denen warme Luft sich stauen kann.
Der Wind kann für zusätzliche Gefahr sorgen. Überprüfen Sie daher die Windrichtung und -stärke, bevor Sie beginnen. Bei Windstärke 4 oder höher ist es ratsamer, das Feuer nach Möglichkeit zu verschieben.
Werkzeuge und Materialien sammeln
Um bei Trockenheit sicher Feuer zu machen, brauchen Sie viel mehr als nur Anzündholz und Streichhölzer. Im Folgenden listen wir auf, was Sie brauchen, um es sicher zu halten.
- Wasser oder Sand zum Löschen (mindestens 10 Liter)
- Spaten, um Erde über das Feuer zu werfen
- Feuerfeste Handschuhe
- Metalleimer oder Feuerstelle
Darüber hinaus haben wir einige wesentliche Produkte zum Feuermachen ausgewählt:
Die verschiedenen Methoden
Methode 1: Eine eingelassene Feuerstelle
Indem das Feuer ‚vergraben‘ wird, minimiert diese Methode die Chance auf Funkenflug. In einer Feuergrube bleibt das Feuer, Funken werden aufgefangen und die Wärme verteilt sich gleichmäßig. Bei Wind ist dies eine sicherere Methode, Feuer zu machen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Graben Sie eine Grube aus und bewahren Sie die Erde zum Löschen auf
- Legen Sie eine Schicht Kies oder kleine Steine auf den Boden
- Legen Sie Steine um den Rand herum, um Windböen abzuhalten
- Bauen Sie Ihr Feuer wie gewohnt auf, aber halten Sie es kompakt
???? Wie machst du am liebsten Feuer?
Wie zündest du am liebsten dein Lagerfeuer an? Und hast du Erfahrung mit sicherem Feuermachen in einer trockenen Umgebung? Teile deine eigenen Erkenntnisse oder Erfahrungen in einem Kommentar unten!
Methode 2: Ein Steinabteil
Steine können dafür sorgen, dass sich Funken weniger verbreiten. Bauen Sie ein Quadrat aus flachen Steinen. Diese Methode kann am besten auf hartem Boden verwendet werden, wo Graben nicht möglich ist. Außerdem absorbieren die Steine Wärme und geben sie langsam wieder ab.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Legen Sie die erste Schicht Steine so dicht wie möglich aneinander
- Füllen Sie eventuelle Lücken mit kleineren Steinen auf
- Bauen Sie Wände von 15 bis 20 cm Höhe, um Schutz zu bieten, ohne die Sauerstoffzufuhr zu begrenzen
Methode 3: Grünabdeckung
Umgeben Sie Ihre Feuerstelle mit frischem, feuchtem, grünem Material, das schwer entflammbar ist. Denken Sie an frische Blätter, Moos oder frisch gemähtes Gras. Diese natürliche Barriere fängt Funken auf, bevor sie trockene Vegetation erreichen können.
❗️Achtung ❗️
Verwenden Sie nur vollständig grünes Material. Halb getrocknete Blätter können gerade zu zusätzlichem Brennstoff werden. Ersetzen Sie die Grünabdeckung regelmäßig, wenn sie zu trocknen beginnt.
Methode 4: Eine Metallfeuerbox
Eine erhöhte Metallbox bietet vollständige Isolierung vom Boden. Wenn Sie längere Zeit am selben Ort bleiben, ist diese Methode ideal. Die Höhe sorgt dafür, dass die Vegetation am Boden nicht erhitzt wird, während das Metall alle Funken auffängt. Sorgen Sie jedoch für eine stabile Unterstützung: Sie wollen nicht, dass Ihre Feuerbox umkippt!
Vorteile:
- Einfach, Feuer darin zu machen
- Bessere Luftzirkulation
- Sie können leicht darauf kochen
Methode 5: Wasser-Ring
Machen Sie einen Ring aus nassem Material, wie alten Lumpen und Handtüchern, um Ihre Feuerstelle herum. Legen Sie diese in einem Kreis von 2 Metern um das Feuer.
Diese Methode erfordert viel Wasser, bietet aber auch ausgezeichneten Schutz. Das nasse Material kühlt Funken ab und sorgt dafür, dass sich das Feuer nicht in die trockene Umgebung ausbreitet. Halten Sie zusätzliches Wasser bereit, um den Ring feucht zu halten.
Methode 6: Eine minimale Flamme
Bei trockenem Wetter ist es ratsam, Ihr Feuer so klein wie möglich zu halten. Verwenden Sie einen kleinen Holzstapel und fügen Sie erst neues Material hinzu, wenn Ihre Flammen zu niedrig geworden sind, um zu kochen oder sich zu wärmen. Dies erfordert mehr Aufmerksamkeit, minimiert aber die Risiken.
Nach dem Feuer
Löschen Sie alle Flammen vollständig mit Wasser. Rühren Sie durch die Asche und löschen Sie erneut. Mit Ihrer Hand über der Asche fühlen Sie, ob noch Wärme spürbar ist. Wenn das der Fall ist, wiederholen Sie die ersten Schritte.
Kontrollieren Sie die gesamte Umgebung Ihrer Feuerstelle auf glimmende Reste. Selbst kleine glühende Stücke können Stunden später noch Probleme verursachen. Bedecken Sie die Asche mit Erde.







