Der belgische Verteidigungsminister Theo Francken will ein starkes „Ökosystem“ rund um die Verteidigung. Er arbeitet an der Gründung eines neuen ‚Verteidigungsfonds‘, der helfen soll, das Militärbudget bis 2029 auf 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu bringen.
90 Prozent der Einnahmen des Verteidigungsfonds werden für strategische Anschaffungen verwendet. Francken will zusätzliche F-35-Kampfjets; darüber hinaus benötigt die belgische Armee dringend zusätzliche Munition. General a.D. Marc Thys zeichnete Ende 2023 ein düsteres Bild: „Wenn hier Krieg ausbricht, müssen wir bereits nach wenigen Stunden wegen Munitionsmangel mit Steinen werfen“.
Verteidigungsindustrie sorgt für Ökosystem
Die anderen 10 Prozent werden in die belgische Verteidigungsindustrie investiert. Der Minister will ein militärisches ‚Ökosystem‚ aufbauen, mit Clustern von Unternehmen, die alle zur Verteidigungsindustrie beitragen.
In der Wallonie ist das mit der Waffenfabrik FN Herstal bereits vorhanden, in Flandern fehlt dies jedoch noch. Minister Francken sagte im Bundesparlament, dass „niemand blind für die geostrategische Situation ist“. Kürzlich besuchte er noch Unternehmer in Limburg, die begeistert waren, in militärische Anwendungen zu investieren.








